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  • »ummamina« ist weiblich

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41

26.08.2011, 16:11


Empfindest du es als ambivalent wenn Damen im * Hijab* sich aufreizend schminken?

Wie eng darf islamische Kleidung sein ?



Ich werd mir nicht anmaßen, über andere zu urteilen. Was ich aber tue ist, dass ich Frauen in meiner Umgebung, also Feundinnen, Verwandte darauf hinweise, wenn sie etwas tun, was nicht richtig ist. Aber ich versuch das nett zu verpacken, so wie es im Islam auch verlangt wird. Mit "Hiqma"- Weisheit. Da verschenke ich gerne mal ein kleines Heftchen über die islamische Kleidung oder erzähle, warum ich mich nur zu Hause schminke, mir nicht die Augenbrauen zupfe, mich beim Rausgehen nicht einparfumiere, ich draußen keine klappernden Schuhe oder Schmuck trage.

Und wie eng darf islamische Kleidung sein? Ich glaube, da muss man die Frage anders herum stellen: Wie weit soll islamische Kleidung sein? Und das wurde hier schon oft genug beantwortet: Es soll so weit sein, dass die Körperkonturen nicht mehr zu erkennen sind. Wenn man also sieht, wie Busen, Bauch und Po geformt sind, dann ist eindeutig etwas falsch ;) .

42

26.08.2011, 16:56

Einige Menschen fühlen sich aus Angst nicht zu gefallen angestoßen eine radikale Veränderung zu durchlaufen.
Ich wette enorm viele ach so gläubige, konvertierte Muslima taten dies für den Partner, und weniger weil sie gefallen an der Religiösität entdeckt haben.

Wenn diese Dinge zumeisst auch unterbewusst ablaufen und es Betroffen so nicht wahrnimmt, kann ich mich persönlich deiner Meinung hier nur anschliessen!

vor 20 jahren war bspw. magersucht/bulimie in ägypten kein thema. die kleidung der jungen frauen war damals noch islamischer. mit einzug der westlichen kleidung kamen auch die essstörungen nach ägypten und werden am fernsehen diskutiert.

Esstörungen durch westliche Kleidung?? Wo, im Staatsfernsehen?? Berichteten sie auch übermögliche Ansteckungsgefahren??? :dumm:
"...Zur Entwicklung einer Essstörungserkrankung müssen neben den Risikofaktoren, die zu einem gestörten Körperselbst führen, auch Risikofaktoren für Defizite in der Selbstregulation kommen: elterliche Psychopathologie, also Störungen auf Seiten der Eltern oder im Familiensystem, die die gesunde Entwicklung eines Kindes beeinträchtigen, Traumen verschiedenster Art (wobei sexueller Missbrauch bei Essstörungspatienten nicht häufiger die Ursache ist als bei anderen seelischen Störungen) und Temperamentaspekte, also biologische Bedingungen auf Seiten desjenigen, der die Essstörung entwickelt.
Im Zusammenwirken dieser Faktoren kommt es zu Störungen des Gefühlslebens, zu niedrigem Selbstwertgefühl und unsicherem Bindungsverhalten mit dem Resultat, dass die Betroffenen sich nicht sicher und geborgen in dieser Welt fühlen und typischerweise wenig gesunde Selbstbehauptungsansprüche zeigen...."
(Klinik Lüneb.H., Kompetenzzentrum für Esstörungen)

Jeder, der mag oder muss, soll sich von mir aus verhüllen oder sein Kopftuch tragen - der eine meint dadurch im Paradies belohnt zu werden, der andere holt sich durch die neu errungene Religion seine Anerkennung, Liebe und Stärke! Andere gehen dafür ins Yoga, wieder andere ziehen sich aufreizend an oder gehen zur Therapie. Jeder holt sich das, was der Seele gerade fehlt irgendwo her, muss man dafür seine Religion wechseln und sich dafür Regeln, Pflichten und Kopftuch aneigenen, so soll man von mir aus - so lange es einem nur gut damit geht! Ich habe nichts dagegen und finde es vereinzelt sogar richtig nett anzusehen! Jeder glaubt an etwas anderes, jeder legt seinen Glauben und die vieleicht damit zusammenhängenden "Pflichten" und Grenzen für sich selbst aus! Jeder soll machen was er will - für mich ist es einfach sehr verwunderlich, wie schnell und oft europäische Frau urplötzlich so einen grossen Gefallen am Islam und dessen Regeln und Pflichten für Frauen findet, sobald sie einen ägyptischen Mann hat - sich vorher aber nie mit dieser Religion auseinandergesetzt, bzw sich dafür interessiert hat! Aber nun ja, das soll auch nicht meine Sorge sein.... Jedem sein eigenes Stück Glück,was er zum Leben braucht - dem einen das Kopftuch und die Demut, ich nehme die Leichtigkeit des Lebens und ein leckeres Glas Wein! :bier:
"Wer sich weiterentwickeln will, muss die Comfortzone verlassen.."

43

26.08.2011, 17:27

oder erzähle, warum ich mich nur zu Hause schminke, mir nicht die Augenbrauen zupfe, mich beim Rausgehen nicht einparfumiere, ich draußen keine klappernden Schuhe oder Schmuck trage.

Wenn du deine Freundinnen und Verwandten auf diese Weise darauf hinweist, dass sie sich deiner Meinung nach nicht islamisch korrekt verhalten, finde ich persönlich das ganz in Ordnung. Schwierig finde ich es aber, wenn man ständig von anderen Schwestern gesagt bekommt, was man in deren Augen nicht richtig macht.

Ein Beispiel:
Mein Mann ist sehr religiös und betet auch während der Arbeit. Das ist extra in seinem Arbeitsvertrag geregelt. Manchmal betet er auch mit einem Arbeitskollegen zusammen.
Beim Tashahhud gibt es doch diese Stelle, an der man den rechten Zeigefinger ausstreckt. Sein Kollege folgt aber einer anderen Rechtsschule und hat während des ganzen Tashahhud den Zeigefinger ständig auf und ab bewegt.
Nach dem Gebet meinte dann der Kollege meinem Mann sagen zu müssen, dass die Methode den Finger auszustrecken falsch sei. Mein Mann hat sich darüber ziemlich geärgert und ich muss zugeben, auch mich stört es, ständig von anderen zu hören, was man alles falsch macht. Mittlerweile habe ich deshalb kaum noch Kontakt zu aneren Schwestern.

LG

  • »ummamina« ist weiblich

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44

26.08.2011, 20:11

Das ist schade Krohni, aber ich kann das durchaus nachvollziehen. Ich kenne auch einige Schwestern, die einen unsanft mit der NAse auf etwas stoßen... ob das nun gerechtfertigt ist oder nicht. Und aus diesem Grund versuch ich es eben nicht auf die Gummihammermethode, sondern auf eine Art, die auch mir angenehmer wäre. Es ist die Pflicht des Muslim, seine Glaubensgeschwister aufmerksam zu machen, wenn etwas falsch ist. Aber man soll es eben auch mit Fingerspitzengefühl tun, damit man den anderen nicht "verschreckt". Ich hab mit Schwestern, die sch so verhalten auch nur noch wenig zu tun.

Ich mag zum Beispiel nicht zu einer Schwester hingehen, die nicht betet und ihr sagen "Dafür kommst Du in die Hölle". Motivierender ist es doch, wenn man die Aussage umkehrt und sagt "Wer betet, der wird dafür im Diesseits und Jenseits belohnt. Seitdem ich bete, fühle ich mich ausgeglichener und ich habe das Gefühl, meine Sorgen sind hinterher nur noch halb so groß. Komm, jetzt ist grad Asr. Lass uns gemeinsam beten..." Ich hab noch keine erlebt, die dann nein gesagt hat und ich kann hinterher nur hoffen, dass ihr das was ich gesagt hab, auf Dauer etwas bringt. Meine Pflicht hab ich erfüllt, und mein Bestes getan.

Nimms den Schwestern nicht übel, wenn sie Dir etwas erklären wollen. Sie sehen sich eben in der Pflicht und wollen auch nur Dein Bestes. Im Gegenzug könntest Du sie darauf hinweisen, dass ihr Verhalten eher das Gegenteil bewirkt.

  • »Tin Shoki« ist weiblich

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27.08.2011, 03:21

Zitat

Esstörungen durch westliche Kleidung?? Wo, im Staatsfernsehen?? Berichteten sie auch übermögliche Ansteckungsgefahren???


natürlich ist das thema etwas tiefgründiger. etwas kenne ich mich auch aus. meine besste freundin wäre beinahe an bulimie gestorben. am anfang von essstörungen liegt meist der wunsch schlank zu sein. die gründe warum sich junge frauen nicht wohl in ihrem körper fühlen und sich zu tode hungern sind sicher vielschichtig. aber am anfang steht der wunsch gewicht zu verlieren, was durch verschiedene schlechte zusammenhänge plötzlich nicht mehr kontrollierbar wird. körperbetonte kleidung, bei der man jedes pfund zuviel sieht ist sicher mit ein grund, warum sich frauen hungerkuren unterziehen. die ideale frau hat jung, schlank und sexy zu sein. die wenigsten frauen entsprechen diesem ideal, doch viele geben sehr viel kraft, zeit und energie um sich diesem ideal anzunähern. viele mädchen verlaufen sich da im dschungel dem idealbild der modernen frau zu entsprechen und finden nicht mehr ohne therapeutische hilfe wieder hinaus. so ganz von der hand weisen lässt sich meine behauptung bestimmt nicht, auch wenn der wunsch schlank zu sein nur ein auslöser oder ausdruck eines unglücklichen menschens ist, am anfang einer essstörung .

unter weiter kleidung kann man das eine oder andere kilo locker kaschieren.

was denkst du ist der grund für die zunahme von essstörungen vor allem auch in den sogenannten emanzipierten ländern? hat sich da die emanzipation doch zu sehr auf die freizügige kleidung konzentriert an statt das selbstvertrauen und das selbstverständnis der frauen zu stärken?
Wenn die Liebe dir winkt, folge ihr, sind ihre Wege auch schwer und steil.
Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

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sarkara

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27.08.2011, 07:46

Ich bin absolut keine Kopftuch "Gegnerin" :flagge: ... ich lebe hier in Zürich und wir haben seeeehr viele Kopftuchträgerinnen, mich störts überhaupt nicht und ich finde jeder soll so rumlaufen wie er mag und ich mach das genau so :D

Die muslimische Kleidung an sich hat aber sicher nicht unbedingt einen positiven Effekt um Essstörungen zu vermeiden, das Problem Essstörung ist sehr vielschichtig und der Kontrollwahn, das Selbstzerstörerische hat einen sehr grossen Anteil an dieser psychischen Erkrankung ;) Da sehe ich dann Länder wie Aegypten wo die jungen Frauen grossem gesellschaftlichem Druck ausgesetzt sind schon als optimaler Nährboden für solches. Ich arbeite bei einer Psychiaterin und was ich sehe sind häufig "ältere" Damen mit massivsten Essstörungen wo einfach kein anderes Ventil gefunden wird wo man diesen enormen Druck ablassen kann...

Wenn ich mir da Südamerika anschaue wo die Frauen ja seeehr freizügig rumlaufen und nicht nur die 20ig Jährigen sondern auch die älteren Semester gerne noch mit Minijupe und bauchfreiem Top und einigen Kilos zuviel sich zeigen... dann finde ich dort das Selbstbewusstsein :held: die fühlen sich einfach wohl und basta !! Essstörungen sind dort auch nicht so Thema ;) sich "Wohlfühlen" und akzeptieren hat mit dem eigenen Umfeld zu tun und nicht mit nem anderen Kontinent und deren Kleiderordnung :d3:

sarkara

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47

27.08.2011, 08:10

Zum Thema Schwester auf den "rechten Weg bringen":

Ich kenne viele konvertierte Muslimas hier die nicht mehr in die Moschee gehen weil ihre "lieben" Mitschwestern immer was zu korrigieren haben... auch eine liebe Freundin von mir (Marokkanerin) geht nie in die Moschee genau aus diesem Grund ;)

Am Schluss bringt dieses... auch wenns durch die Blume gesprochen ist... korrigieren nur Negatives :thumbdown: die Frauen fühlen sich in ihrer eigenen Religion nicht mehr gut aufgehoben und unsicher und das sollte wohl nicht der Sinn sein ;( Mein Mann ärgert sich immer sehr wenn er wieder solche Gespräche mitbekommt... hat schon paarmal die Moschee gewechselt aus diesem Grund....

Und: mein Mann und ich waren paar Tage in Wien auf Urlaub im Winter, am Freitag wollte er dann gerne in die Moschee die wir auch rasch gefunden hatten... ein wunderschönes Gebäude oder besser gesagt ne "richtige" Moschee wie wir sie in CH leider praktisch nicht haben... sind dann da rein ins Gelände und im Vorraum hatte es viele Sitzmöglichkeiten für alle Leute die dort Kurse und so besuchen.
Wie gesagt es war Winter und etwa 10 grad unter 0 mit Bise und Schneefall ;( und mein Mann hat gemeint ich solle doch unbedingt dort auf ihn warten.
Gesagt getan... nach etwa 10 min setzt sich dann ne ältere Muslima neben mich und fragt mich ob ich auch Muslima sei... habe verneint und gesagt ich warte nur auf meinen Mann der sein Gebet verrichte... sie hat mir dann gesagt ich dürfe nicht hier warten sondern müsse draussen warten ( bei diesem Wetter) :hau: :hau: :hau:
Zum Glück kam dann einer der dort für die Moschee gearbeitet hat und hat ihr klar und deutlich gesagt dass dies nicht ihr Problem sei und ich natürlich willkomen bin...

Andere Situation:
Wir sind in Kairo unterwegs und es ist Freitag... mein Mann geht beten in der Al Azhar und ich gehen mit, will dort im Vorraum warten da auf der Strasse draussen ja gemeingefährlich ^^ jeder schaut schon so angenervt und am liebsten würden sie mich gar nicht reinlassen, als mein Mann dann einen der teetrinkenden Männer dort fragt ob ich hier auf ihn warten (direkt beim Eingang !)... Nein !! O.k. also nahm er mich mit rein in Gebetsraum und ich bekam dort Lektüre von einem "Moscheeangestellten", etwa 3 oder 4 kleine Büchlein... wo auf je etwa 30 Seiten geschrieben steht wie falsch und unrichtig das Christentum und Judentum sind :weghau:

... ist ja o.k. seine Religion zu erklären, die Grundlagen zu erläutern aber doch nicht seitenlang nur zu schreiben wie falsch die anderen sind... sorrry,
... solche Sachen dürfen einfach nicht passieren, der Islam macht sich so sooooo unbeliebt... da sagt am Schluss jeder :b120:

sarkara

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  • »sarkara« ist weiblich

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48

27.08.2011, 08:21

Sorry Mädel aber das musste jetzt einfach mal raus... bin soooo ein tolleranter Mensch aber wenn ich höre für was wir hier alles verantwortlich gemacht werden :b120: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied und die Probleme in den muslimischen Gesellschaften stammen zu 95% aus denen selbst, da sind nicht die anderen für verantwortlich...

49

27.08.2011, 09:45

@sarkara

:c6: :c6: :c6:

Das hast du sehr schön beschrieben.


vor 20 jahren war bspw. magersucht/bulimie in ägypten kein thema. die kleidung der jungen frauen war damals noch islamischer. mit einzug der westlichen kleidung kamen auch die essstörungen nach ägypten und werden am fernsehen diskutiert.
Ich habe gedacht, dass die Frauen vor 20 Jahren in Ägypten weniger Kopftuch getragen haben als heute. Mir kommt es in meiner Familie vor, als tragen die Mädchen in den letzten Jahren auch immer früher Kopftuch. Das würde deine Aussage ja dann genau umkehren.

LG

sonja1903

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  • »sonja1903« ist weiblich

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27.08.2011, 09:51

anhand von alten fotos der familie aus ägypten kann ich das nur so bestätigen.
Ich habe gedacht, dass die Frauen vor 20 Jahren in Ägypten weniger Kopftuch getragen haben als heute.


ich habe einige alte fotos gesehen, als mein mann noch klein war, zb mit mama und papa am strand und mutter trug nen normalen badeanzug. heute geht sie nur noch in galabiya und mit kopftuch schwimmen. oder fotos von partys oder familienfesten, wo alle frauen geschminkt, mit offenen haaren und minirock und netten blusen zu sehen sind.
und all diese frauen tragen heute wieder ausschliesslich kopftuch und lange gewänder!!!

  • »Tin Shoki« ist weiblich

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27.08.2011, 12:31

die etwas lockerere kleiderordnung in ägypten ist schon etwas länger als 20 jahre her, ich kenne das auch nur noch von den bildern aus früherern zeiten. ich habe 1990 geheiratet und damals war ich in damanhour die einzige frau mit hosen, halb-arm hemden, ohne kt. die kleidung, vor allem die der tennies hat sich schon im laufe der jahre verändert. die kleidung heute, vor allem die der mädchen, unterscheidet sich praktisch nicht mehr von der in europa. es wird ein "body" unter dem kurzen, engen oberteil getragen oder eine enge jeans unter dem kurzen rock.

essstörungen waren damals kein thema. mich hatte dieses thema sehr beschäftigt, da es meiner freundin sehr schlecht ging und ich suchte das gespräch mit den frauen. damals wusste niemand von was ich sprach. heute ist es ein thema.


was auch immer die gründe für das entstehen von essstörungen sein mögen, eine urasche davon ist bestimmt dass das schönheitsideal sehr in die richtung "ich muss schlank sein" geht. übergewicht, besonders bei mädchen / jungen frauen wird meist negativ bewertet. die mädchen halten dem druck, dem sie ausgetzt sind nicht stand. natürlich kommen noch andere faktoren dazu, versteht sich von selbst, es handelt sich um eine schwerwiegende psychische erkrankung die bei einigen mit dem tode endet.
natürlich kommen in ägypten noch andere gründe dazu, wie der immer schwieriger werdende heiratsmarkt, druck der gesellschaft, schulbildung und studium, frau will schön sein um einen tollen mann anzulocken, männer orientieren sich auch am bild der frau, das ihnen am tv gezeigt wird, jung, schön, dynamisch, schlank, klug usw. so eine wollen sie auch. die wenigsten wünschen sich ne dicke....
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Und wenn ihre Flügel dich umhüllen, gib dich ihr hin, auch wenn das unterm Gefieder versteckte Schwert dich verwunden kann.

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27.08.2011, 12:31

was denkst du ist der grund für die zunahme von essstörungen vor allem auch in den sogenannten emanzipierten ländern?


Da gibt es viele "Auslöser" und es wäre mehr als verantwortungslos, die Ursache an einem einzigen Punkt festzumachen, denn das ist unmöglich! Angefangen vom minderen Selbstwert, den Frau so zu kompensieren versucht,indem sie unbewusst versucht nach aussen hin zu gefallen, perfekt zu sein. Die Anforderungen -sei es arbeitsbedingt oder auch der Stress alleinerziehender Mütter, der seelische Stress, alles unter einen Hut kriegen zu müssen- an uns Menschen hier sind hierzulande in den letzten Jahren nochmal um einiges angstiegen - hat man hier kein Ventil, um diesen Druck,den das tägliche Leben stellt, abzulassen (sei es denn durch Sport,mal auf einer Party die Sau rauslassen oder sonstigen positiven Stress) so stellt sich dieser innere Stress gerne gegen uns selbst und wir erleiden beispielsweise eine Esstörung! Sehr häufig aber sind es aber auch "einfach nur" familiäre Dinge, die miteinspielen - Probleme, die du in deiner Kindheit einfach (wenn auch unbewusst) miterlebt hast (sei es denn die Scheidung deiner Eltern, Probleme im Elternhaus, Alkoholismus oder gar Esstörungen in der eigenen Familie - manchmal langt es, dass in der Familie einfach nur grossen Wert aufs Essen gelegt wurde) Menschen mit Esstörungen -im Übrigen nicht nur Frauen, sonder auch sehr,sehr viele Männer!!- sind oft Menschen, die versuchen ,sich durch Anerkennung und hohe Leistung, scheinbare Liebe, Lob oder das Gefühl des Angenommenseins zu verdienen! Sie suchen Halt und Stärke (was sie vieleicht in der Kindheit nicht adäquat gelernt haben) und suchen immer wieder Macht und Kontrolle im Leben, die sie in der Esstörung gut über ihr Essverhalten kompensieren können... Fast immer haben Menschen, die unter einer Esstörung leiden in ihrer Kindheit nicht gelernt ihre Grenzen zu setzen und leiden an einer Nähe-Distanz-Problematik! Wie bei den allermeissten psyschichen Krankheiten liegt der Grund der "Störung" zumeisst in der Kindheit und der Ausbruch der Krankheit, oder der Symptome wird durch div. Umstände im Leben forciert!

:!: Für mich ist der westliche Kleidungsstil der Frauen als Auslöser einer Esstörung absolut nicht akzeptabel!!! Für mich ist dies einfach mal wieder nur der Versuch, den Frauen dort drüben weiss zu machen, wie schlimm, schlecht und verrucht wir europäischen Frauen und unsere Sitten sind! Viel lieber sollte man sich einmal die Rolle der Frau dort unten unter die Lupe nehmen - mal näher beleuchten, ob die jungen Frauen dort unten freie Persönlichkeit entwickeln können, bzw auf welche Art und Weise sie es dort unten tun! Wie soll Frau ein gesundes Selbstbild entwickeln, wenn sie ihr "Selbst" ständig verhüllen und verstecken muss...wenn sie (teilweise) nicht alleine auf die Gasse darf, für alles um Erlaubnis fragen muss, und hunderte von Relgeln befolgen muss, weil sie sonst am Ende von Gott bestraft wird??? AUf der anderen Seite wird von Demokrantie und einem freien Land gesprochen, man versucht sich dem Westen "anzupassen". Die Ägypter wollen eine Demokratie, wollen ein "mordernes" Land,abgeschaut im Westen, sie wollen Änderungen und kämpfen dafür - auf der anderen Seiten wird an den alten, steifen Regeln des Islams festgehalten...für mich verträgt sich das einfach nicht wirklich und ich könnte mir vorstellen, dass, käme tatsächlich eine Art Demokratie dort drüben zustande (was ich nicht wirklich glaube), sich die Zahl der psyschichen Störungen dort drüben weiterhin steigern wird!
:!: Vieleicht wäre die Rolle der Frau und der Wandel Ägyptens zwei Punkte, die man im ägyptischen Fernsehen vor der westlichen Kleidung vieleicht einmal etwas näher als Krankheitsursache beleuchten sollte.... Aber nein, darüber darf ja nicht einmal nachdedacht werden! :!:

:flagge: Meine ganz persönliche Meinung und auch wenn sich hier Muslima von mir angegriffen fühlt, ich meine es nicht böse, aber ich sehe es so! :flagge:
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27.08.2011, 14:02

Ich sehe den westlichen Kleidungsstil schon auch als EINEN Faktor an für Esstörungen. Vor allem auch, weil das in den Medien so forciert wird. Selbstverständlich kommen da noch viele andere Dinge dazu, die eine solche Erkrankung auslösen.

In meiner Umgebung habe ich zum Beispiel sehr oft folgendes beobachten müssen: Babys, Kleinkinder und "Grundschul"kinder werden hier teilweise gemästet. Die Kinder müssen dick sein. Je dicker, desto besser. Und dann kommen sie in die Pubertät und die Mädels müssen abnehmen. Spätestens aber, wenn sie so langsam ins heiratsfähige Alter kommen. Da machen junge Mädels schon richtige Hungerkuren und werden brutal unter Druck gesetzt, damit sie einem Ideal entsprechen, dass man in den Medien zu sehen bekommt.

Edit: Man muss sich die zweifelhafte Freiheit, "nackt" zu sein auch nicht schön reden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ummamina« (27.08.2011, 14:06)


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27.08.2011, 16:13

shams, danke für deine erklärungen.

Zitat

Fast immer haben Menschen, die unter einer Esstörung leiden in ihrer Kindheit nicht gelernt ihre Grenzen zu setzen und leiden an einer Nähe-Distanz-Problematik! Wie bei den allermeissten psyschichen Krankheiten liegt der Grund der "Störung" zumeisst in der Kindheit und der Ausbruch der Krankheit, oder der Symptome wird durch div. Umstände im Leben forciert!



es ist aber bestimmt kein zufall, dass sich, vor allem bei jungen frauen, diese "störungen" in essstörungen enden. es gibt ja noch andere süchte in die man verfallen könnte, deren gründe ähnlich oder gleich sind. ich habe da keine statistik, wäre interessant zu erfahren, aber gerade junge mädchen verfallen wohl eher in eine magersucht als in eine alkohol- oder drogensucht, was natürlich gar nichts mit dem idealen äusseren erscheinungsbild zu tun hat, das diese mädchen gerne hätten. :whistling:

Zitat

Für mich ist der westliche Kleidungsstil der Frauen als Auslöser einer Esstörung absolut nicht akzeptabel!!! Für mich ist dies einfach mal wieder nur der Versuch, den Frauen dort drüben weiss zu machen, wie schlimm, schlecht und verrucht wir europäischen Frauen und unsere Sitten sind!


wer soll das denn gesagt haben???? es geht doch gar nicht darum, was die "europäischen frauen dort drüben" so machen, nehmt euch mal nicht so wichtig. es geht darum, dass die annährung an den westlichen lebenstil nicht nur gutes mit sich bringt. es war doch keine kritik an der "freien welt". nicht alles was von aussen kommt ist gut, es kommt auch ganz schön viel müll. die ägypter haben es meiner meinung nach gar nicht nötig dem westen nachzueifern.

Zitat

Wie soll Frau ein gesundes Selbstbild entwickeln, wenn sie ihr "Selbst" ständig verhüllen und verstecken muss...wenn sie (teilweise) nicht alleine auf die Gasse darf, für alles um Erlaubnis fragen muss, und hunderte von Relgeln befolgen muss, weil sie sonst am Ende von Gott bestraft wird???


vielleicht muss man mal wieder erwähnen, dass die muslimische frau nicht mit vollmontur ins bett geht. punkto aufhübschen könnte sich die eine oder andere europäerin eine scheibe abschneiden. aber die musliminnen tun es halt da, wo es ihrer meinung nach hingehört, nicht an die öffentlichkeit. ich durfte hier frauen kennenlernen, die sich aus überzeugung und liebe zu gott verhüllen und tausendmal weltoffener sind, als diese die sich so bezeichnen. weltoffenheit oder selbstwertgefühl lässt sich nicht über kleidung definieren. diese rechnung geht nicht auf.

Zitat

Vieleicht wäre die Rolle der Frau und der Wandel Ägyptens zwei Punkte, die man im ägyptischen Fernsehen vor der westlichen Kleidung vieleicht einmal etwas näher als Krankheitsursache beleuchten sollte.... Aber nein, darüber darf ja nicht einmal nachdedacht werden!


übrigens ging es in der besagten beratungssendung nicht um die westlichen frauen und ihre kleider. es ging um das zunehmen von essstörungen bei teenager in ägypten. es wurden keine vorwürfe laut, betreffend der kleidung westlicher frauen. auch wurde nicht behauptet, dass das die ursache sei. habe ich übrigens auch nicht.

wer sagt eigentlich immer, dass man nicht über gewisse dinge nachdenken oder sprechen darf. man darf... und man tut. wer sich seit der revolution mal die eine oder ander diskussion angehört hat, der weiss, dass viele diskussionen im gange sind. in jeglicher hinsicht.

die rolle der frau in ägypten ist im wandel und bestimmt noch nicht so, wie sie sein sollte. die frauen arbeiten daran, man sollte sie das so tun lassen wie sie es gerne möchten und können und nicht so wie ihr es gerne hättet. lasst die frauen doch mal ihren weg gehen. bei der islamischen kleidung der frau handelt es sich schliesslich nicht um eine massenunterdrückung durch die muslimischen ehemänner.

aber mal eine andere frage, darf darüber nachgedacht werden, dass das nicht zur schau stellen des körpers auch seine positiven seiten haben könnte??? ne, das darf man auf keinem fall, weil da wäre ja sofort das ganze selbstwertgefühl weg... :whistling: :whistling: :whistling:
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27.08.2011, 16:24

Edit: Man muss sich die zweifelhafte Freiheit, "nackt" zu sein auch nicht schön reden.


Und schon wieder wird es so hingestellt, wie es am besten passt! Ich habe nie von der Freiheit "nackt zu sein" gesprochen!! Aber ICH GENIESSE DIE FREIHEIT, SO SEIN ZU DÜRFEN,WIE ICH ES GERNE BIN - ob Pulli, ob Tshirt, ob Kleidchen, oder auch nackt...ja! ich bin ich und ich kleide mich, wonach es mir ist - bin ich heute verspielt drauf und fühle mich fraulich,so ziehe ich mein buntes Sommerkleidchen an..möchte ich heute chic sein, kleide ich mich anders! Ich muss nicht nackt sein, um mir oder irgendjemandem etwas zu beweissen und ich kenne auch niemanden, der dies nötig hat - ich finde es albern, christliche Frauen immer mit Nackheit in Verbindung zu bringen, nur weil sie sich nicht verhüllen! Ich habe es als Teenager für mich und meine persönliche, charaktere Entwicklung gebraucht mich auszuprobieren, habe verschiedene Phasen durchlebt um mich selbst definieren zu können und mich selbst zu finden, bei mir dem anzukommen,was ich heute bin! Wir haben uns teilweise gekleidet (und auch benommen) wie die Verrückten, ja! Aber genau durch diese Phasen bin ich irgendann zu der Frau herangereift, die ich heute bin - ich selbst bin in meine Rolle in diesem Leben hineingewachsen, mit der Hilfe und Ratschläge meiner Eltern,die immer auf meiner Seite standen - egal was ich wieder für einen Mist gebaut habe! Meinen Eltern, die mir immer von einem Gott erzählt haben, der uns so liebt, wie wir sind..denn wir sind alle seine Kinder! Er lässt uns durch Erfahrungen im Leben lernen, nicht durch Bestrafung! Meine Freunde und Mitchristen, die sagen mir auch,wenn ich BEDEUTENDE FEHLER im Leben gemacht habe und dafür bin ich ihnen dankbar, denn dafür nenne ich sie meine Freunde! Leute, die mir jede kleinste Kleinigkeit aufs Brot schmieren, die ich in ihren Augen bzgl meiner Religion falsch gemacht habe -ob ich nun mit meinem Finger beim Gebet wackele oder nicht- die brauche ich nicht und bin auch froh ,dass es solche in meinem Umfeld nicht gibt! Mal ehrlich...das ist doch krankhaft und hat alles nichts mehr mir Religion, Gottesglaube und friedlichem Miteinander zu tun.. Ich kann da einfach nur noch mit dem Kopf schütteln und wenn ich weiterüberlege ist es vieleicht gar nicht so schlecht, dass die Menschen im Fernsehen über psyschiche Probleme aufmerksam gemacht werden - anscheinend gitb es mehr als gedacht, die vieleicht einmal darüber nachdenken sollten, einen Psychologen aufzusuchen... Bei dem was ich hier teilweise lese wundert es mich nicht, dass immer mehr Menschen, die dem terroristischen Wahnsinn verfallen, konvertierte Muslime sind!
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27.08.2011, 16:48

Zitat

Bei dem was ich hier teilweise lese wundert es mich nicht, dass immer mehr Menschen, die dem terroristischen Wahnsinn verfallen, konvertierte Muslime sind!


das war meiner meinung nach zu viel des guten, wundert mich aber nicht wirklich. als konvertierte wird man entweder in die schublade der unterdrücken frau gesteckt, die ihrem habibi zu liebe mit heiligenschein durchs leben geht, oder man kommt in die schublade der fanatischen.
von dir hätte ich das nun nicht erwartet. sorry, mit mir kann man streiten, sich die wörter um die ohren hauen, nicht gleicher meinung sein usw. aber so... schade, dass solche kommentare kommen. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:
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Khalil Gibran, Der Prophet

57

27.08.2011, 17:38

das war meiner meinung nach zu viel des guten, wundert mich aber nicht wirklich. als konvertierte wird man entweder in die schublade der unterdrücken frau gesteckt, die ihrem habibi zu liebe mit heiligenschein durchs leben geht, oder man kommt in die schublade der fanatischen.
von dir hätte ich das nun nicht erwartet. sorry, mit mir kann man streiten, sich die wörter um die ohren hauen, nicht gleicher meinung sein usw. aber so... schade, dass solche kommentare kommen. :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

Meine Liebe, ich habe dich damit nicht persönlich angesprochen und ich habe auch nicht behauptet, dass du blind durchs Leben ziehst! Es ging mir um ein ganz anderes Ding, nämlich darum, wie -so empfinde ich, wenn ich hier lese- spitzfindig und hypergenaues anscheinend in muslimischen Gemeinden zugeht - der eine muss den anderen belehren, dass er während des Gebetes den Finger bewegt hat, der andere befasst sich damit,wie er seinen Mitbrüdern und -schwestern am besten und schonungslosesten mitteilt, was er falsch gemacht hat, noch ein anderer fragt sich, wie er die Mitschwester am besten dazu bringt mithzubeten, weil sie doch in ihren Augen einen Fehler tut, wenn sie sitzenbleit und nicht betet! Westliche Frauen beziehen und definieren sich immer nur mit ihrer Nacktheit - dieses Ammenmärchen kann ich so langsam auch nicht mehr hören! Ich weiss nicht, ob man das mit dem Religionswechsel eingehämmert bekommt, oder ob man sich es selbt einredet, um sich das ganze Verhüllungsprozedere für sich gut und sinnvoll reden zu könnnen! Das ist FÜR MICH PERSÖNLICH absolut krankhaft und nicht zu fassen!!! Warum gibt es gerade im Islam soviele Fanatiker, soviele Wahnsinnige,die sich komplett in ihrem Glauben und dem Koran verloren haben? (meine persönliche Ansicht) Ich habe nichts gegen den Islam, nichts gegen Frauen,die der Religion wegen konvertieren und erst recht nichts gegen dich, Tin Shoki!! :flagge: Es gibt nur manchmal Dinge, die sind für mich einfach nicht zu fassen und dann kann ich auch nicht an mich halten und meinen Mund halten! Ich war selbst fast 10Jahre mit einem Muslim zusammen und weiss, dass es sehr wohl sehr viele Familien gibt, die nicht so "kleinlich" und hundertfünfzigprozent leben... Ich muss sagen, diese Menschen sind mir deutlich sympatischen, denn es sind Menschen, die Fehler machen! Menschen, die auch mal ohne Kopftuch rausgehen, ohne dass es ihnen gleich an "religiöser Kompetenz" mangelt, Menschen, die auch einmal sagen können "heute war ich kein guter Muslim, aber Gott kennt mich und verzeiht auch dies.."... Weisst du, Mahmoud hatte mal eine Phase, in dem es ihm psychisch sehr schlecht ging! Ich habe es sehr wohl gemerkt, aber ihn viel zu spät darauf angesprochen! Da ging es ihm schon so schlecht, dass er nur noch weinen konnte... Er war so glücklich, endlich mit jemandem sprechen zu können, denn er konnte es vorher nicht - weder mit seinen engsten Freunden, noch mit seiner Familie, seinen Eltern - keiner war da für dieses Problem, den in Ägypten schickt es sich nicht, über solche Ängste und Probleme zu sprechen! Psychiche Probleme werden unter den Tisch gekehrt und wenn nicht, dann naht das "grosse, gefährliche, graue Irrenhaus", weil dann ist man ja "verrückt!! Mahmoud hatte eine wahnsinnige Angst dafor, verrückt zu werden und es war verdammt traurig und schwer für mich, ihn vom Gegenteil zu überzeugen! Das ist es, was mich auch in Punkto "Esstörung durch westliche Kleidung" so wütend macht!! Immer wird dort drüben alles auf den bösen, schmutzigen Sex-Westen geschoben - Allah macht alles gut und schön, alles Böse und Schlechte, kann nur der Teufel oder Westen sein - alles Gute kommt aus dem Koran, nichts anderes zählt!! Auch das macht mich wütend, wenn ich sehe, wie viele Probleme verhindert, eingedämmt oder abgeschafft werden könnte, wenn man an Stelle der Religion und des Glauben vieleicht auch mal ein wenig Aufklärung und "Wisschenschaft" und Modernität in sein Land lassen würde! Ich will nicht verallgemeinern oder verurteilen, aber mir fehlt in Islam manchmal einfach ein wenig Weitblick, Anpassung und vor allem Toleranz - anderen Religionen und vor allem auch seinen Mitbrüdern und -schwestern gegenüber... Religion und Glaube bedeutet für mich Frieden und Halt - nicht Wettkampf darum, wer der Beste ist, wer den besten Platz im Paradies bekommt und wer nur in die 2. Reihe... Religion ist für mich etwas sehr persönliches und privates - keine Sache, die von anderen beobachtet, beurteilt und verbessert werden muss....
Zum Abschluss nochmal...ich habe dich in keinem Falle persönlich angreifen wollen, aber meine Meinung, die schreibe ich - ob sie passt oder nicht! Das es gehäuft konvertierte Muslime sind, die sich zum Fanatismus oder gar Terrorismus bekennen, das ist nicht von der Hand zu weisen - ich habe dich persönlich allerdings nie als Terrorist o.sonstiges beschinft! Ich bin von meiner Sicht der Dinge überzeugt ,genauso wie du es von deiner bist und wenn es zum Thema passt, dann schreibe ich es auch - solange ich niemanden persönlich damit beleidige, sollte das in einem freien, demokratischen Land wohl möglich sein! Wenn ich mit Dingen deiner frei gewählten Religion zum Teil nicht konform gehe und es nicht nachvollziehen kann, dann bestimmt nicht, weil ich dich persönlich angreifen will! Es kann nun mal nicht jeder einer Meinung sein! :flagge:
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58

27.08.2011, 17:44

bin ich heute verspielt drauf und fühle mich fraulich,so ziehe ich mein buntes Sommerkleidchen an..möchte ich heute chic sein, kleide ich mich anders!


Das mach ich auch. Aber da wo es eben meiner Meinung nach hingehört. Wieso soll ich mich vor anderen Männern zur Schau stellen? Reicht doch, wenn mein Mann mich zum Anbeißen findet ;).

Überhaupt wundere ich mich ein bisschen über Deinen Ton. Du nennst das Verhalten gläubiger Muslime krankhaft und ich fühle mich dadurch nun doch ein wenig beleidigt, wenn ich das so sagen darf. Ich rede gerne über meine Religion, über andere Ansichten und versuche niemals anderen meine Sichtweise aufzudrücken. Gleiches würde ich in einer Diskussion mit erwachsenen Menschen auch erwarten- ohne als unterdrücktes Weiblein oder konvertierte Terroristin abgestempelt zu werden.

Auch im Islam ist die Welt nicht nur schwarz-weiß.

Zitat

Wie soll Frau ein gesundes Selbstbild entwickeln, wenn sie ihr "Selbst" ständig verhüllen und verstecken muss...wenn sie (teilweise) nicht alleine auf die Gasse darf, für alles um Erlaubnis fragen muss, und hunderte von Relgeln befolgen muss, weil sie sonst am Ende von Gott bestraft wird???


So etwas ist verallgemeinernd und zeugt von Nicht-Wissen. Mein Selbst wird durch weit mehr ausgemacht, als durch die Wahl meiner Kleidung. Und ich muss sagen, dieses Selbst kommt viel mehr zur Geltung, seitdem das Aussehen keine so große Rolle mehr spielt wie früher. Ich hab mich nämlich auch ausprobiert, bin Grezen übertreten, habe nach meinem Selbst gesucht... Aber glücklich war ich dabei NIE. Im Gegenteil. Es war Stress, immer dem Zeitgeist, der Mode zu entsprechen.
Wer sagt denn, dass diese Regeln nicht gerne eingehalten werden? Wer behauptet denn, dass man in der Realität ständig um Erlaubnis fragen muss? Findest Du, die Muslimischen Frauen sind alle so unselbständig, dass sie sich grundsätzlich bevormunden lassen, wenn es ungerechtfertigt ist? Klar gibt es Negativbeispiele. Aber die sind mindestens genau so selten/häufig, wie auch in Deutschland. Häusliche Gewalt gibt es überall.

Ich maße mir nicht an, über christliche Frauen zu urteilen. Es wäre schön, wenn es im Gegenzug genau so wäre und ich nicht automatisch einen Stempel aufgedrückt bekommen würde, nur weil ich ein Kopftuch trage. DAS wäre Toleranz- Menschen auch so annehmen wie sie sind, auch wenn sie sich für eine Religion verändern oder einschränken.

P.S.: Könntest Du mir einen klitzekleinen Gefallen tun und Absätze in Deine langen Posts bauen? Ich find das schreckich anstrengend so und normalerweise lese ich Beiträge überhaupt nicht, bei denen sich so wenig Mühe gegeben wurde. Nur befinden wir uns ja hier in einer Diskussion, da komm ich nicht drum rum, wenn ich nciht unhöflich sein will. Danke! :flagge:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ummamina« (27.08.2011, 17:47)


59

27.08.2011, 18:32

Ich frage mich gerade, wieso wurde es den Models eigentlich verboten, so verboten dünn zu sein???

So lang ist die Diskussion doch noch gar nicht her, hier im westlichen Fernsehen, dass es hier schon so gesehen wird, dass wenn die superdünnen Models durchs Bild huschen, doch dazu beitragen, dass sich der Virus "Magersucht und Bullemie" so schnell und weit verbreitet. Dabei ging es nicht nur darum, die Models zu schützen, weil die Designer immer schlankere Mädels haben wollen, um Stoff zu sparen ;)

Und was ist dann fortschrittlicher, jemand, der sich darüber Gedanken macht, den anderen in seinen Gefühlen nicht zu verletzen oder die jenigen, die einfach drauf los wackeln, da der liebe Gott es ja sowieso gut mit ihnen meint, weil sie ja eh gut bestückt sind und es dadurch eh schon leichter haben im Leben.

Sich zu verhüllen, Schutz oder Zwang?

Es kommt wahrscheinlich drauf an, ob man eher intro- oder extrovertiert veranlagt ist.

Aber welche Frau kennt es nicht... oh, so einen schönen Busen hätte ich auch gern oder na, mein Hintern war aber auch mal schöner oder so ein T-Shirt würd ich auch gern tragen, aber dann quillt's überall raus und ich kann mir dann wieder dumme Sprüche anhören.

Wieso boomt die Kosmetikindustrie immer? Geschnibbelt wird hier und da und jede Woche gibt es in der Bild der Frau eine neue Knallerdiät neben den schönsten Modetrends.

Ich denke, dass genau hier auch ein Grund für die Verhüllung zu finden ist, denn das ist ja auch nicht gerade ein Thema der Neuzeit. Innerfamiliär stellen sich diese Fragen sicherlich selterner oder teilweise schon genug. Wenn der Schönheitsdruck dann noch von außen kommt, dann kann das schon noch schneller überfordern.

Ich persönlich mochte es schon als Kind nicht, wenn meine Schuhe klapperten und alle schauten, wenn ich daher kam... da bin ich dann keinen Schritt mehr weiter gegangen und man musste mich tragen. Andere Kinder fanden das sicherlich toll.... ich gehörte nicht dazu. Vielleicht bin ich deswegen auch eher ein Kandidat, der sich verhüllen würde?!?

Es ist sicherlich nicht richtig, zu zwingen, was ja eigentlich auch nicht gefordert ist, im Islam, oder? Wo steht das geschrieben, dass ich die Dinge so tun muss, wie der liebe Gott es will? Wo steht, dass der Mann dafür bestraft wird, wenn seine Frau sich nicht korrekt verhält? Ich würde das gern mal nachlesen und versuchen zu verstehen, wie man das so denken kann.

Und heute stellt sich mir noch die Frage, was würde mit den Menschen geschehen, wenn es die modernen Medien nicht gäbe... Würde uns das schaden oder nützen? Oder kommt es nur drauf an, ob man in der Lage ist, sein Programm mit Bedacht zu wählen? Bleiben dann die weniger von Gott begrünstigten wieder auf der Strecke?

:salam:

60

27.08.2011, 18:42

So, ich habe diesen Thread von Anfang versucht zu ignorieren und gebe zu: Ja, ich bin vom leidigen Klamotten-, Verhüllungs-, Unterdrückungs-, Überzeugungsthema total angenervt.

Und wie so oft: Ich kann trotzdessen nich die Finger stillhalten und versuch mich mal: Und an dieser Stelle sogar mit Absätzen! :D

Worum gings hier in diesem Thread eigentlich? Back to basic doch um die Frage, ob denn nun Kopftuch oder nich und warum solche und solche Auswüchse bestehen? So, und wie so oft: Das Thema der gegenseitigen Akzeptanz kommt grundsätzlich dazwischen. Ich gebs gleich zu und stelle meine Überzeugungen mal vorne an: Ich persönlich fühle mich nicht "nackt", weil ich anderes/ besseres zu tun habe, als mir jeden Tag nen Kopftuch/ ne Burka oder son anderes Ding überzuwerfen.

Kopftuch ja oder nein? Mir vollkommen wurscht, wenn ichs mal so sagen darf. Solange ich persönlich die Freiheit besitze, mich gegen solche "Kleidervorschriften" zu entscheiden: Soll doch jeder machen, wie er das WILL. Und WILL kommt von WOLLEN. Und WOLLEN beinhaltet ZUSTIMMUNG. Ich wage aber, da ich ja nun selbst einiges in meiner Familie erleben durfte, zu bezweifeln, dass diese leidige Kopftuchsache bei den jungen Mädels von heute viel mit WOLLEN zu tun hat. Viel mehr gehts doch um das Ansehen der Familie nach Außen (eine ganz schreckliche Lebensart, meiner Meinung nach) und das Bestreben, Tratsch von seiner Familie fern zu halten und dementsprechend keine Angriffsfläche zu bieten.

Natürlich gibts auch Familien, wo es einzig und allein um die islamischen Bestimmungen geht. Wo es einfach so ist: Ohne die elenden Nachbarn im Hinterkopf zu haben. Aber ganz ehrlich: Ich schätze, die aller allermeisten jungen Mädels von heute gehören eher in die Kategorien:

1. Ich trag das Ding, weil meine Familie sonst keine Ruhe gibt und ich selber deswegen Probleme bekomme.
2. Ich hab das Ding auf, weil es alle meine Freundinnen auch haben und es auch noch gut zu meinen anderen Klamotten passt.
3. Ich hab das Ding auf.. ja, weil es eben so sein muss. So ist es eben in Ägypten und so macht man es.

Ich kenne wirklich 1 oder zwei, die es aus vollkommener Überzeugung tun, aber das Gros tuts aus den obigen Gründen und nich mehr.

Und je nachdem, aus welchem der Gründe man das Ding auf den Schädel packt findet sich dann der entsprechende Kleidungsstil dazu. Kategorie eins hat entweder die ollen schwarzen Galabijas an, hat ne olle schwarze Galabija mit Straßsteinchen oder hat, ganz selten, eher westliche Kleidung an, die trotzdessen noch von der Familie geduldet wird, wenn kein Busen und Hintern gezeigt wird.

Kategorei zwei is eher der "Elissatyp": immer nach den neuesten Farbentrends in Ägypten angezogen. Aber nur, wenn das Geld der Familie reicht. Ansonsten sinds eben Versuche, an der aktuellen Mode dranzubleiben. Nichtsdestotrotz: Meist mit langen, aber modischen Röcken mit den immer passenden Taschen, Schuhen und Kopftüchern.

Kategorie drei is dann ne Mischung aus allem: Mal in ner ollen schwarzen Galabija. Aber immerhin, um ein bisschen an Geschmack zu beweisen und sich von den anderen abzuheben: Mit Strasszeugs in allen Farben und Varianten. Mal in Hosen mit nem Rock drüber ( :wacko: ) und den passenden Kopfzeugs.

Zumindest hab ich mir die Kopftuchauswüchse in der Aswaner Innenstadt so erklärt: Irgendwo zwischen westlichen Kleidern ("Elissastil"), der Verpflichtung der Familie und sich selbst gegenüber und den Anforderungen der Gesellschaft gefangen.

Ich sehe es, was diese Magersuchtssache betrifft, ähnlich wie shams: Wer dermaßen in einem ganz grausam zurechtgeschusterten und krampfhaft aufrechterhaltenen System aufwachsen muss und im Grunde genommen keine Möglichkeit hat (außer man geht das Risiko ein, die eigene Familie zu verlieren) sich selbst so richtig ausleben zu dürfen (zum Beispiel is es für mich megaschlimm zu sehen, wenn die ganzen kleinen Jungs immer in den Sommerferien im Nil schwimmen dürfen und nie und nimmer is mal ein einziges Mädel dabei.. Und dann die Begründung: Weil es eben schon immer so war und sich das für Mädchen nich gehört 8| ), seine Grenzen zu erforschen..

Wo darf denn in Ägypten "geforscht" werden? Nirgends: Es is alles auf die Außenwirkung abgestimmt und so, wie es die anderen machen, so machen wir es auch.. Schrecklich, dieses Unvermögen zur Flexibilität. Und gerade diese Unflexibilität sehe ich als ein Vermächtnis im/ des Islam. Und so schließt sich der Kreis und am Ende bleibt mir zu sagen: Ich bin megafroh, hier in Deutschland geboren worden zu sein und mich nicht in einem solch begrenztem System gefunden zu haben.

Und nur so zur Anmerkung: Ich weiß aus eigener Erfahrung, warum und wieso und weshalb psychische Krankheiten auch hier in Europa und überall entstehen.. Es liegt immer, heute kann ich das so sehen, an der Erkenntnis, dass die Menschen schlecht sind.. Das man selber in einem System gefangen is.. Und man selber nicht oder nur mit äußersten Widerständne gegen den Strom schwimmen kann..

Und genau dies, neben dem ganzen Quatsch, der da im ägyptischen Fernsehen gezeigt wird (Elissavideos, Pepsiwerbung und son ganzer Müll) ist der Grund für Bulemie, Depressionen und Magersucht: Die Erkenntnis der Anforderung der Gesellschaft an einen selber. Ob man will oder nicht.

LG

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