Italienischer Botschafter nach Angriff auf UN-Konvoi im Kongo getötet

Das kongolesische Außenministerium meldete einen Angriff auf einen Konvoi der Vereinten Nationen (UN), der von der Stadt Goma nach Rutshuru unterwegs war. Dieser Konvoi wurde von Rebellengruppen abgefangen, die nach Angaben der örtlichen Bevölkerung und der kongolesischen MRE-Meldung leider den Botschafter und zwei weitere Personen töteten.

Zusammenfassung des Vorfalls

Ungewöhnlicherweise war die Straße im Voraus geräumt worden, um eine sichere Fahrt ohne Begleitung zu gewährleisten. Der Botschafter Luca Attanasio, der italienische Carabinieri-Offizier Vittorio Iacovacci und sein kongolesischer Fahrer wurden jedoch bei dem Angriff getötet und andere Mitglieder des Konvois wurden leider verletzt. Mambo Kaway, der Vorsitzende einer zivilgesellschaftlichen Gruppe in dem Gebiet, fügte weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen hinzu. Er sagte, dass sich fünf Personen an Bord des Konvois befanden.

Darüber hinaus behauptete Kaway, dass der Angriff in Nyiragongo in Nord-Kivu stattfand, einem Gebiet, das als "Drei Antennen" bekannt ist und in dem Anfang 2018 zwei Briten von einer bewaffneten Gruppe entführt und erpresst wurden. Carly Nzanzu Kasivita berichtet, dass die kongolesischen Armeebehörden und die Ranger des Virunga-Nationalparks sofort zur Hilfe kamen, als die Anwohner den Vorfall meldeten. Sie sagte auch, dass der Konvoi abgefangen und von der Straße gedrängt wurde, wo es zu einem Schusswechsel zwischen der Rebellengruppe und den UN-Leibwächtern kam.

Einige Informationen über Luca Attanasio

Trotz der Versuche, die bewaffnete Gruppe zu vertreiben, wurden alle verletzt, und Botschafter Attanasio erlag später seinen Verletzungen. Die übrigen Mitarbeiter wurden in einem nahe gelegenen UN-Krankenhaus behandelt.

Luca Attanasio war seit 2017 italienischer Botschafter und verstarb im Alter von nur 43 Jahren. Er hinterließ eine verwitwete Frau und 3 Kinder, deren Vater er war. Diesmal war ihr Ziel die Stadt Rutshuru, wo sie ein Schulspeisungsprojekt des UN-Welternährungsprogramms besuchen sollten.