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  Ägypten Land, Leute, Liebe: Allgemeines über Pharaonen, Pyramiden, Götter

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Ein Land voller Gegensätze. Jeden morgen klingt der Gesang des Muezzin durch die schlaftrunkenen Städte, Dörfer und Felder. Ein Hauch Exotik breitet sich im Auge des westlichen Betrachters aus, für die Ägypter beginnt ein Tag voller Arbeit. Schon beginnt die Sonne vom Himmel zu brennen. Allein die Wüstenschiffe suhlen sich darin neben den betörenden Bikinischönheiten in Hurghada. Die ägyptische Frau sucht Schutz im nördlich gelegenen kühlen Alexandria und verbirgt ihre Schönheit hinter einer Fülle an Stoff... selbst wenn sie ins Wasser geht. Wer mehr über die Gegensätze der Kulturen wissen möchte kann sich gerne auf unserer Seite unterhalten und austauschen. Vielleicht erweitert sogar die ein oder andere Info den Horizont. Jeder der mit Ägypten verbunden ist, kann hier seinen Platz finden. Der in Aegypten Beheimatete, wie der Reisende, der Arbeitende und die Ehefrau eines ägyptischen Mannes. Reisen, Geschichte, Kultur, Traditionen, Musik, Religion, Altertum, Pyramiden... Ihr habt es in der Hand, die Liste zu erweitern. Viel Spaß!

  Millionenstadt Kairo, die Mutter aller Städte

  

Kairo ist das Herz Ägyptens. Seine Vielfältigkeit überrascht und erschrickt. Wer den Fuß in ein Cairoanisches Taxi setzt erlebt in den nächsten 15 Minuten mit Sicherheit die aufregendste Autofahrt seines Lebens. Wildes Hupen und Fahrmanöver a la James Bond lassen die Sinne schwinden. Entschädigt wird man meist erst am Ankunftsort. Egal wo dies ist, man landet in einer anderen Welt. Ein Schmelztiegel der Kulturen, der Religionen und der gesellschaftlichen Schichten. Hier geht die Elite Ägyptens in die schöne Oper, dort geht die ägyptische Familie in den Zoo und bewundert bei einem ausgedehnten Picknick die ausgestellten Kamele. Hier bestaunt der Tourist die Pyramiden von Gizeh, dort flaniert er durch den Khan el-Khalili. Ein Mädchen, eingehüllt in weichen fließenden Stoff, flaniert am Ufer des Nils. Ein anderes versucht sich an den Fladenbroten, die im unteren Geschoss des Familienhauses gebacken werden. Und auch die Architektur bietet einige eindrucksvolle Einblicke in die Kultur Ägyptens. Zahlreiche Moscheen prägen das Stadtbild und zaubern den vielseits beschworenen, abendländischen Flair. Der Geruchsnerv wird nicht selten gedemütigt, aber manchmal auch durch verschiedenste süße und würzige Gerüche gereizt. Es lohnt sich, diese Stadt zu besuchen, in ihr pulsiert das Leben. Nirgendwo kann man Gegensätze so erleben, wie in dieser Stadt.

  Suezkanal

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Traum der Ägypter war es schon von je her, eine Verbindung zwischen dem Nil und dem Roten Meer zu schaffen. Bereits zur Zeit der Pharaonen wurden erste Vorstöße zur Schaffung einer solchen Verbindung gewagt, aber früher oder später immer wieder aufgegeben. Erst der technische Fortschritt im 18. Jh. ließen erste technische Aufzeichnungen und Planungen entstehen. Berechnungsfehler, Krankheiten und fehlende Finanzierungsmöglichkeiten ließen jedoch an der Realisierbarkeit eines solchen Großprojektes zweifeln und so kam es erst im April 1859 unter dem neuen Regierungschef Said zum Beginn der Bauarbeiten an dem Suezkanal. Der Kanal wurde 1869 fertig gestellt und war seitdem eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Indischen Ozean und dem Mittelmeer. Leider wurde der Handelsweg im Eifer der Kriegsgefechte in den Jahren 1967 - 1974 (Sechstagekrieg; Jom-Kippur-Krieg) mit Trümmern zugeschüttet. Erst im Jahr 1975 konnte der Kanal wieder befahren und weiter ausgebaut werden. Heute hat der Suezkanal wieder seine Bedeutung als Handelsweg zurückerobert und dient dem ägyptischen Staat als eine der Haupteinnahmequellen. Sein Lauf beginnt in Suez, einem Ort, welcher für seinen Industriecharme bekannt ist. Er führt weiter zum Städtchen Ismailija (Isma Iliyah) am Timsah-See und mündet schließen in der nach Alexandria zweitgrößten Hafenstadt Ägyptens Port Said im Roten Meer.

  Der Nil - Das Leben

  

Dank seiner fruchtbaren Böden ist der Nil zur Lebensader Ägyptens geworden. Er strömt in einem Tal von etwa 20 km Breite durch Ägypten. Angefangen in Abu Simbel walzt er sich in den Nassersee, der etwa 500 km lang ist. Bereits im Jahre 1898 begann der Mensch dafür zu sorgen, dass sich der Nil am Aswan Staudamm (damals nur 35 Meter hoch) diszipliniert und sich der Nassersee aufstaut. Seit 1970 gibt es den heutigen Aswan Hochstaudamm (Sadd el-Ali), der mit seinen 114 Metern Höhe der Gewalt des Nils entgegenstemmt. Über Luxor, Qena, Asyut, El-Minya, Bani Suwayf schlängelt sich der Nil bis nach Cairo und mündet schließlich im gewaltigen Nildelta. Der Nil ist die größte Oase Ägyptens. In seinem fruchtbaren Bett hat sich eine sortenreiche Tier- und Pflanzenwelt herauskristallisiert und den Einwohnern des Wüstenlandes Ägypten eine sortenreiche Landwirtschaft ermöglicht. In seinem 24.000 m2 großem Delta siedeln viele verschiedene Einwohnergruppen, so dass viele Städtchen wie Tanta, El-Mansura und Damanhur entstehen konnten. Der Nil bedeutet Leben, er ist das größte Geschenk an die Einwohner Ägyptens und zieht heute zahlreiche Besucher an, die auf seinem Rücken die Schätze Ägyptens bereisen und dabei zahlreiche Augenblicke im Schoß des überwältigenden Flusses genießen.

  Wüsten

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Wer kennt nicht die Bilder von dem dürstenden braungebrannten Jüngling, der sich durch die Wüstenlandschaft schleppt und am Horizont eine Oase vermutet.... Manchmal ist es nur eine Fata Morgana und manchmal verbergen sich tatsächlich kleine grüne Oasen dahinter. Das Bild von dem Wasserloch mit drei Palmen, die dem Jüngling Schatten spenden, wird jedoch den Oasen Ägyptens nicht gerecht. Allenfalls die Oase Kharga hat einen gewissen geheimnisvollen Charme. Die meisten Oasen Aegyptens überstrecken sich aber über mehrere Kilometer und sind auch nicht alle umgeben von einer Sandwüste. Manchmal sind sie von Stein- und Geröllwüsten umsäumt, manchmal aber auch von großen Sanddünen. Die zahlreichen Oasen bilden in gewisser Weise Enklaven. Ihre Abgeschottenheit verleiht jeder zu ihrem eigenen Charakter, so dass sich beispielsweise eigene Dialekte herausgebildet haben. In der Oase Siwa wird beispielsweise das Siwi gesprochen. Die Oase ist bekannt für ihren Schmuck und für die kulturelle Vielfalt. Berühmt ist die Quelle Ain el Hammam unter dem Namen "Bäder der Kleopatra". Wer unter Rheuma leidet kann im Sand des Gebel Dakrur ein Sandbad nehmen, um seine Schmerzen zu lindern. Aber auch die anderen Oasen, wie die Oase Baharia, die Oase Dakhla oder auch die Oase Kharga machen von sich reden. Der Zauber der Wüste bleibt, ihre Weite und Einzigartigkeit bietet denen Zuflucht, die die Einsamkeit suchen. Aus diesem Grunde finden sich auch die von koptischen Mönchen bewohnten Klöster "Kloster des heiligen Antonius" und "Kloster des heiligen Paulus". Die Wüste Ägyptens birgt noch einen weiteren Schatz, nämlich die Oase El-Fayoum, die tatsächlich keine Oase, sondern ein ausgetrockneter See ist. Sie ist reich an Feldern und Palmenhainen, historischen Ruinen und bietet mit dem Salzwassersee Birket el Karun einen schönen Ausflugsort für die Bewohner El-Faiyums. Die von Familien bearbeiteten Plantagen muten dem Europäer wie kleine Paradiese an, in denen man die Früchte von den Bäumen isst. Mangos, Mais, Kaktusfrüchte usw... Das Leben in El-Faiyum ist ländlich, Fischfang, Frucht- und Gemüseanbau stehen im Zentrum des Lebens. Der Zauber der Wüste ist in Ägypten allgegenwärtig. Wer ihn liebt, wird Ägypten lieben.

  Urlaub in Ägypten

  

Der Urlauber erlebt Ägypten leider meist nur von der touristischen Seite. Aber auch da hat Aegypten einiges zu bieten. Strände, die einen direkten Zugang zu Korallenriffen eröffnen und auch dem nicht ganz so betuchtem Gast die Möglichkeit bieten, die Unterwasserwelt Ägyptens zu bestaunen. Den europäischen Urlauber zieht es daher meist ans Rote Meer. Je nach Geldbeutel kann man Tauchen, Schnorcheln, Ausflüge buchen, Nationalparks besuchen, Segeln, Surfen und mittlerweile fast jede Strandsportart betreiben. Der Faule kann sich aber auch einfach am Strand braun bruzzeln lassen und den noch erschwinglichen Hotelservice genießen. Wer Hummeln im Hintern hat, kann abends in Diskotheken zu teilweise doch sehr andersartigen Rhythmen tanzen. Die arabische Popmusik schafft ein einzigartiges, exotisches Flair. Der inländische Tourist fährt dagegen eher an die Mittelmeerküste und erfährt dort in den Sommermonaten endlich eine etwas kühlere Brise. Man tummelt sich in Alexandria und zahlreichen Badeorten der Mittelmeerküste, fern vom westlichen Tourismus.

  Tauchen

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Ohne Zweifel kann man behaupten, dass die Gegend um das Rote Meer ein Land der Kontraste ist. Wüstenartige Landschaften, extrem trocken, liegen einen Steinwurf entfernt vom Roten Meer -für Taucher und Schnorchler das Paradies auf Erden! Die nahezu problemlos zugänglichen Korallenriffe zählen zu den faszinierendsten weltweit! Mit anderen Worten, es zeigt sich eine fantastische, tropische Unterwasserwelt, die kaum an Farben und maritimem Leben zu überbieten scheint! So wimmelt es in den ausgedehnten Korallenbänken, Lagunen und Unterwassergärten von Scharen unterschiedlichster Meeresbewohner. Das wunderbar blaue Wasser ist angenehm warm und funkelt verführerisch in der Sonne.
Das Rote Meer liegt über dem nördlichen Teil des Rift Valley, einem mehr als 6000 Kilometer langen Festlandgraben, der sich vom Libanon über das gesamte Rote Meer, Kenia, Tansania und in seinem westlichen Teil sogar bis nach Mosambik erstreckt. Das Rote Meer ist knapp 2000 Kilometer lang und bis zu 1850 Metern tief.
Es zählt zu den attraktivsten Tauchgebieten der Welt und kann mittlerweile nahezu von der gesamten Küstenlinie aus betaucht werden. Möchte man schließlich die besonderen Höhepunkte - die marinen Nationalparks - erreichen, wird man sich für eine Safari entscheiden müssen.
Kein anderes Riffgebiet ist Europa so nah. In nur vier Flugstunden zu erreichen, ist auch ein einwöchiger Tauchurlaub durchaus lohnenswert.

  Basare - Orte des Feilschens

  

Wer in Ägypten einkaufen geht, der geht üblicherweise auf einen Basar oder in sogenannte Suks, worunter man die Basarviertel der Städte versteht. Der rege Handel und das Feilschen, das Ansprechen der Passanten gehört zum typischen Bild dieser Orte. Nirgendwo sonst kann man so viele aufgebrachtes Stimmengewirr hören und wilde Gesten beobachten. Als Europäer ist man schnell mit den vielen Offerten überfordert und wer ungern handelt, sollte lieber einen in Handelsdingen geschickten Freund mitnehmen. Das Gewirr an Stimmen vermengt sich manchmal mit einer für die europäische Nase ungewohnte Geruchsimpression. Die Schelllebigkeit erschrickt und besticht, man lässt sich treiben und taucht in eine andere Welt. Wer Glück hat, bekommt Zugang zu den altertümlich anmutenden Märkten und wird sich so der einfachen Dinge des Lebens bewusst. Und wer am Ende der Nacht noch Zeit hat, der raucht in einem der vielen Cafes eine Schischah seines Geschmacks und genießt die einkehrende Ruhe, die nur noch vom morgendlichen Gebetsruf des Muezzins unterbrochen wird.

  Das Antike Ägypten - Land der Pharaonen

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Römische Kaiser, arabische Gelehrte und tausende von Reisenden erliegen Jahr für Jahr den Schätzen des Alten Ägypten. So handelt es sich bei den monumentalen Bauwerken, wie den Pyramiden von Gizeh, der Tempelstadt von Karnak oder dem Tal der Könige mit dem berühmten Grab des Tutanchamun um phantastische Eckpunkte einer Hochkultur, die ihren Platz in der Geschichte der Menschheit auf Dauer behaupten wird. Diese Hochkultur zeichnet sich durch Besonderheiten aus, die den Menschen anderer Kulturkreise bis heute rätselhaft erscheinen und genau diese vermeintlichen Geheimnisse fesseln das Interesse der Wissenschaftler und Touristen bis heute. So suchen zahlreiche Ägyptenbegeisterte noch immer nach verborgenen Schätzen, mystischen Erfahrungen und den Anfängen dieser Hochkultur. Gründe für dieses unerschöpfliche Interesse an historischen Bauwerken wie der Cheopspyramide, Abu Simbel oder dem Tempel der Hatschepsut mögen vor allem deren eindrucksvolle Größe und die Qualität dieser pharaonischen Denkmäler, die sich vor allem in der, die Zeit negierenden Beständigkeit dieser Monumente widerspiegelt. Eigentlich unglaublich, denkt man an die schnelllebige Welt des heutigen, moderneren Ägypten wie in der Mutter aller Städte - in Kairo.

  Die Bedeutung der Religion in Ägypten

  

Wenn man in Bezug auf Religionen an Ägypten denkt, fällt einem zu erst nur der Islam ein. Dabei vergisst man jedoch, dass Ägypten zunächst einmal auf eine lange Geschichte zurückblickt. Aus diesem Grund findet man immer noch Reste religiöser Traditionen aus der Zeit des Alten Ägyptens, die sich auf das religiöse Leben der Bevölkerung, ob Christ oder Moslem, auswirken. Seit dem 1. Jahrhundert nach Christie gibt es in Ägypten Christen, sie werden Kopten genannt. Ihr Leben ist gekennzeichnet durch zahlreiche Fastentage. Zu den wichtigsten Begebenheiten eines Kopten gehört die Taufe, die Firmung und schließlich die Eheschließung. Letztere ist nur unter sehr schweren Bedingungen lösbar. An dieser Stelle sollte man sich auch davon verabschieden, dass arrangierte Ehen ein Phänomen des Islam ist, denn es ist auch in koptischen Gemeinden durchaus üblich, seine Ehepartner unter wirtschaftlichen und sozialen Gesichtspunkten auszuwählen. Obwohl den Kopten als religiöse Minderheit in Ägypten die freie Religionsausübung zugestanden wird, sind sie leider immer wieder Ziel fundamentalistischer Ausschreitungen. Der Islam ist etwa seit dem 12./ 13. Jh. die vorherrschende Religion in Ägypten und als Staatsreligion in der Verfassung verankert. Zahlreiche Christen und Juden konvertierten. Viele davon konnten der wachsenden Steuerlast für Nichtmuslime nicht standhalten und wollten nicht durch - mittlerweile aufgehobenen - Kleidungsvorschriften gekennzeichnet werden. Wer Ägypten besucht sollte sich auf eine ständige Präsenz der Religion einstellen und sich ein wenig mit seinem Verhalten anpassen. Der Ruf des Muezzin ertönt 5 Mal am Tag und erinnert jeden an die islamische Religion. Der Islam beruht auf den Lehren des Propheten Mohammed, dessen Offenbarungen im Koran niedergeschrieben sind. Der ägyptische Islam ist sunnitisch-orthodox. Das Leben eines Moslem ist geprägt durch die Einhaltung der fünf Säulen des Islam. Hierzu zählen das Glaubensbekenntnis (Schahada), das rituelle Gebet (Salat; 5 Mal am Tag), die Gabe von Almosen (Sakat), das Fasten während des Ramadan (Saum) und die Pilgerfahrt nach Mekka (Hadsch).

  Sinai

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Wer Sinai als Reisender mit dem Flugzeug anfliegt, dem fallen sofort die Zuckerhüte auf, die sich über die 62.000 km2 große Halbinsel verteilen. Gemeint ist das gewaltige Sinai Massiv. Sinai ist in jeder Hinsicht einzigartig. Geografisch wird es bereits zu Asien gezählt. In zahlreichen Kriegen spielte Sinai als Dispositionsgut eine Rolle. Zuletzt wurden noch im Jahre 1994/95 von Israel letzte Gebiete der Sinai-Halbinsel an Ägypten zurückgegeben. Auf Sinai leben noch zahlreiche Beduinen, die versuchen ihre traditionelle Lebensweise zu erhalten. Allerdings haben es damit die einstigen Normaden Ägyptens nicht leicht, schreitet doch der Fortschritt in Ägypten voran. Es bleibt zu hoffen, dass es der ägyptischen Bevölkerung gelingt, ihre einzigartigen Traditionen und Werte zu erhalten. Auch der christlich-religiös Interessierte findet auf Sinai Wurzeln des Glaubens. Auf Sinai befindet sich der Berg Sinai oder auch Mosesberg genannt, wo Moses die 10 Gebote auf einer Tafel empfing. Am Fuße des mythischen Ortes liegt das Katharinenkloster, erbaut an dem Ort, wo Moses auf den Brennenden Dornenbusch stieß. Das Katharinenkloster enthält auch eine Moschee, welche zum Dank an die muslimische Macht errichtet wurde, die das Kloster stets duldete. Das Kloster ist dadurch zu einem Symbol gegenseitiger Toleranz und respektvollen Umgangs miteinander geworden. Auch sonst hat Sinai noch vieles zu bieten, wunderschöne Naturdenkmäler, wie der Colored Canyon faszinieren mit ihrem Farbenspiel. Städtchen wie Dahab lassen einige Reisende noch fernab vom Massentourismus träumen, aber auch Taba und Nua sind eine Besichtigung wert. Wer ein arabisches Disney-World bevorzugt ist in Sharm el Sheikh gut aufgehoben. Ein gewachsenes Städtchen, mit einem Hauch von internationalem Flair und dem Wachsenen Anspruch an einen Ort der Kommunikation zwischen den Kulturen. Schließlich bietet Sinai - umsäumt vom Roten Meer - wunderschöne Tauchgebiete, in denen Korallenriffe und Fischvielfalt zu wunderbaren Tauchgängen einladen und man Nationalparks mit wunderschönen Stränden findet.

  IBM - Motto der Einheimischen

  

Invasionen, Überschwemmungen, und Dürren, unsichere Ernten sowie Krieg und Armut haben das Leben der Menschen in Ägypten von jeher geprägt. Mit stoischem Gleichmut und unerschöpflichem Gottvertrauen nimmt der Ägypter hin, was immer ihm sein Schicksal beschert. Diese unsagbare Gelassenheit gegenüber dem wechselhaften Leben in Ägypten spiegelt sich vor allem in den drei Redewendungen "malesch", "bukra" und "insch'allah" wider. So ist der Ausdruck "malesch", auf Deutsch in etwa "das macht nichts", beispielsweise zu hören, wenn ein Missgeschick geschehen ist, welches überdies als ein Zeichen für die Existenz einer höheren Gewalt angesehen wird. Beim Handeln selbst drücken die Ägypter mit einem beiläufigen "malesch" durchaus auch manchmal ihr Desinteresse aus. Hört man dagegen des Wort "bukra", das soviel wie "morgen" bedeutet, sollte man entgegen aller deutschen Pünktlichkeit davon ausgehen, dass man von seinem lächelnden, ägyptischen Gegenüber auf einen nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt vertröstet wird. Üblicherweise handelt es sich beim Ausdruck "bukra" um eine Standardantwort auf alle möglichen Anliegen, sei es die Bitte um ein Zugticket, die Kleidung aus der Reinigung zu holen oder, oder, oder! Anhand dieses Wortes wird die andersartige Zeitempfindung der Ägypter deutlich. Und schließlich wird man schon kurz nach der Landung beim Einsteigen in ein Taxi, nachdem man dem Fahrer sein Ziel genannt hat, mit einem "insh'allah" konfrontiert. Wörtlich übersetzt, heißt dieser Ausdruck "so Gott will", im alltäglichen Sprachgebrauch bedeutet er allerdings einfach nur "ja". Doch auch hier wird deutlich, dass Allah und der Glaube an eine göttliche Vorsehung im Alltagsleben der Ägypter eine wichtige Rolle einnehmen.

  Bürokratie und Gesetze

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Wer sich gerne durch den Behördendschungel kämpft wird diesen auch in Ägypten ausfindig machen. Wer einmal in die Sphären der ägyptischen Behörde eintauchen will, sollte sich eine Beschäftigung suchen, welche ihn dazu bringt, die Mogamma in Cairo aufsuchen zu müssen. Dort pulsiert das Bürokratieherz. Über mehrere Etagen reihen sich Zimmer aneinander in denen etwas entschieden wird. In einer Etage drängeln sich Leute vor Schaltern, um ein Visum, ein Stempel oder sonstiges zu erhalten. Keiner weiß am Ende, wie er zum Schalter vorgedrungen ist, bevor dieser zur Mittagsstunde einfach schließt und die restlichen Menschen dazu verdonnert werden, am Abend wieder zu kommen. Schalter, Papiere, Stempel, Marken und Übersetzungen bestimmen das Bild der Bürokratie, wer sammeln kann gewinnt.

 
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